Hauptversammlung 2011 Bernd Hitzler MdL für 30-jährige Mitgliedschaft in der CDU geehrt
Die Hauptversammlung des CDU-Ortsverbandes fand am Freitag, 9. Dezember 2011, im Sportheim Dischingen statt. Auf dem Programm standen unter anderem Ehrungen und Wahlen. Alle Kandidierenden wurden einstimmig gewählt: Clemens Ernst (Ortsvorsitzender), Franz Göttle (stellvertretender Ortsvorsitzender), Jürgen Dönninghaus (Kassierer). Ralf Lanzinger ist neuer Schriftführer als Nachfolger von Susanne Dönninghaus. Beisitzer sind: Susanne Dönninghaus, Harald Aufheimer, Bernd Kienle, Wolfgang Uhl, Martin Schuster und Franz Wörrle. Kassierer Jürgen Dönninghaus berichtete von einem zufrieden stellenden Kassenstand. Kassenprüfer Franz Wörrle bestätigte eine einwandfreie Buchführung.
Ortsvorsitzender Clemens Ernst ehrte Bernd Hitzler MdL für 30-jährige Mitgliedschaft in der CDU. Der Jubilar trat 1981 in die Junge Union Aalen ein und wurde Ortsvorsitzender. Zwei Jahre später, 1983, übernahm Bernd Hitzler den stellvertretenden Vorsitz der CDU Aalen. 1986 wurde er zum Bürgermeister von Dischingen gewählt und blieb es bis 2006. Im Jahr 2004 übernahm er das Landtagsmandat von Dr. Inge Gräßle MdEP und gewann bei den Wahlen 2006 und 2011 jeweils das Direktmandat. Seit 2006 ist Bernd Hitzler im Vorstand der CDU-Landtagsfraktion und aktuell Rechtspolitischer Sprecher sowie Vorsitzender des Arbeitskreises 1 „Recht und Verfassung“. Der Jubilar zeigte sich erfreut über die Ehrung und betonte, dass er Wert darauf gelegt habe, die Auszeichnung im Ortsverband Dischingen zu erhalten, wo er 20 Jahre Bürgermeister war und sich zu Hause fühlt.
Im Rahmen seiner weiteren Ausführungen ging Bernd Hitzler auf die aktuelle Kommunal- und Landespolitik ein. Die Ortsdurchfahrt der L 2033 in Dischingen ist ein Sanierungsfall. Bei zwei Milliarden Steuermehreinnahmen durch das Land Baden-Württemberg sei es beschämend für die Landesregierung, wenn die Gemeinde Dischingen nun die Planungskosten für die Sanierung übernehmen muss, für eine Landesstraße wohlgemerkt, um den Sanierungsprozess überhaupt erst in Gang zu setzen.
Im Hinblick auf die Energiewende sagte Bernd Hitzler, dass die Umstellung auf regenerative Energien auf dem Härtsfeld wohl reibungslos verlaufen dürfte. Dies habe auch die Bürgerbefragung gezeigt. Der Landtagsabgeordnete sprach von einem „Meisterstück“ des Gemeinderates, auch weil die Windräder das Ortsbild nicht beeinträchtigen werden. In anderen Kommunen seien weit größere Schwierigkeiten zu erwarten. Bis zum endgültigen Ausstieg aus der Kernenergie im Jahr 2022 sei landes- und bundesweit ein beispielloser Kraftakt notwendig, auch was die Verlegung neuer Leitungen betrifft. Allein mit der Aufstellung von Windrädern könne der Energiebedarf eines Industrielandes nicht gedeckt werden. Bernd Hitzler prognostizierte, dass die Energiepreise langfristig steigen und Strom auch aus dem Ausland hinzugekauft werden müsse.
Als großen Erfolg für die CDU in Baden-Württemberg wertete Bernd Hitzler das Ergebnis der Volksabstimmung zum Thema Stuttgart 21. Das Votum gegen den Ausstieg zeige, dass die CDU in Baden-Württemberg auch nach der Wahlniederlage bei der Landtagswahl am 27. März noch über eine große Mobilisierungskraft verfügt. Nachdem das Volk gesprochen hat, muss Grün-Rot das Projekt nun umsetzen und konstruktiv fördern. Dies entbehre nicht einer gewissen Ironie, nachdem die Grünen den Konflikt um S 21 ständig befeuert und im Wahlkampf instrumentalisiert haben. Zur Nagelprobe komme es, wenn im kommenden Januar der Südflügel abgerissen die Bäume im Schlossgarten gefällt werden.
Unterdessen ist Grün-Rot mitten dabei, das Land umzubauen. Auch in Dischingen werde die Gemeinschaftsschule wohl Realität werden, um den Schulstandort zu halten, sagte Bernd Hitzler. Gemeinschaftsschule bedeutet, dass die Schüler künftig bis zur zehnten Klasse gemeinsam lernen. Realschule und Gymnasium bleiben bestehen. Inwieweit eine Gemeinschaftsschule vor diesem Hintergrund attraktiv ist, ließ Bernd Hitzler offen. Bei einer Gesamtschau dieser Entwicklung und nach Abschaffung der Grundschulempfehlung durch Grün-Rot sei zu befürchten, dass Schulkinder viel Leid erfahren, wenn sie auf Schulen geschickt werden, für die sie nicht geeignet sind.
Im Ausblick auf das kommende Jahr kündigte Clemens Ernst einige politische Gespräche mit den Abgeordneten an, zum Beispiel den traditionellen Politischen Frühschoppen nach dem Fasching. Außerdem sind Firmenbesichtigungen geplant sowie ein Besuch im Stuttgarter Landtag. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Es wird auf alle Aktionen rechtzeitig hingewiesen.
aktualisiert von Jürgen Dönninghaus, 24.01.2012, 21:15 Uhr |